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Dow Chemical verwendet Brennstoffzellen von GM


Washington D.C., 7. Mai 2003 - Die Dow Chemical Company, größter Chemieproduzent der Welt, und General Motors Corp., der weltgrößte Automobilhersteller, haben ein erstes Einvernehmen über den bisher umfangreichsten Einsatz von Brennstoffzellen erzielt.

GM verfolgt damit die Absicht, seine Technologie für Brennstoffzellen zur Herstellung von elektrischer Energie zu kommerzialisieren. Dabei wird Strom aus Wasserstoff gewonnen, der in einer Dow-Anlage in Freeport, Texas, als Nebenprodukt anfällt. Der 30 Quadratmeilen große Komplex in Freeport, 65 Meilen östlich von Houston, ist Dows größte Produktionsanlage.

Wenn die Tests planmäßig verlaufen, könnte Dow schließlich bis zu 35 Megawatt Strom nutzen, der ständig von 500 GM Brennstoffzelleneinheiten produziert wird. Das ist genug Energie, um 25.000 Häuser ein Jahr lang zu versorgen, und 15-mal mehr als bei jeder anderen bisher bekannten Verwendung von Brennstoffzellen. Der Test soll im vierten Quartal 2003 beginnen und bis 2005 dauern, die kommerzielle Nutzung soll 2006 beginnen. Teams von Dow und GM beseitigen derzeit die letzten Hürden, ehe die Brennstoffzellen im Chemiewerk von Dow installiert werden können. Eine endgültige Vereinbarung zwischen den beiden Industriegiganten wird voraussichtlich in den nächsten Monaten unterzeichnet.

"Das ist ein entscheidender Schritt vorwärts nicht nur aus technologischer und geschäftlicher Perspektive, sondern auch aus Umweltschutzgründen", sagt Bill Jewell, Vice President Energie bei Dow. Wenn die Tests erfolgreich verlaufen, könnte Dow der weltgrößte Konsument von elektrischem Strom aus Brennstoffzellen werden. "Technologie bewegt sich schrittweise voran. Dieser Schritt kann beweisen, dass die Herstellung und der Einsatz von Brennstoffzellen in großem Umfang durchführbar ist."

Larry Burns, GM Vice President für Forschung, Entwicklung und Planung, und Peter Molinaro, verantwortlich für Klimafragen bei Dow, haben das Übereinkommen gemeinsam in der Hauptstadt der USA verkündet. "Dies ist ein Meilenstein", sagte Burns, "und er weist auf ein wachsendes Interesse für die kommerzielle Nutzung von Brennstoffzellen hin, um Fabriken und Gebäude mit Energie zu versorgen. Der über-zeugendste Grund für GM für die Zusammenarbeit mit Dow ist jedoch, letzen Endes die Kosten für Brennstoffzellen zu reduzieren und ihre Haltbarkeit zu verlängern, damit wir sie am Ende dieses Jahrzehnts in Automobilen einsetzen können."

Texas ist der erste Ort, an dem Dow und GM diese Technologie erproben werden, doch die beiden Unternehmen sind bereits im Gespräch über die Verwendung von Brennstoffzellen zur Verarbeitung von Wasserstoff zu elektrischem Strom in weiteren Standorten von Dow in den USA und Europa.

"Wasserstoff zur Stromerzeugung zu verwenden ist kein Monopol der Raumfahrt mehr", sagt Molinaro. "Diese Zusammenarbeit bringt uns an die Schwelle zur alltäglichen Verwendung von Brennstoffzellen, um wesentliche Teile unserer Wirtschaft mit Energie zu versorgen. Wir sind begeistert über diese Zusammenarbeit mit General Motors und darüber, was sie für das Streben nach größerer Energie-Vielfalt bedeuten könnte, die letzten Endes zu einer Wasserstoffwirtschaft führt."

"Das ist ein kleiner, aber wesentlicher Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Energie der Zukunft", hält Molinaro fest. "Applaus für Dow als Brennstoffzellen-Pionier und für den Mut, neue Technologien zu erproben, die zu einem nachhaltigeren Energieprofil führen werden!" ergänzt Burns.

Die Chance, die Dow und GM ergreifen, verkörpert jene Art geschäftlicher Kreativität, die in einer neuen Wasserstoff-Wirtschaft entstehen wird.

"Dies ist ein ausgezeichnetes Beispiel einer umweltverantwortlichen Haltung, die auch wirtschaftlich Sinn macht", sagte Burns. "Indem Dow sein Nebenprodukt Wasserstoff effizient in der Brennstoffzelle weiterverwendet, kann das Unternehmen seine Emissionen verringern und elektrischen Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen herstellen. Diese Art Kreativität wird eine Welle an unternehmerischem Denken auslösen, die schließlich das Erreichen einer Wasserstoffwirtschaft beschleunigt. Unser heutiger Geschäfts-abschluss ist erst der Anfang."

"Nachdem wir die Kosten reduzieren und die Haltbarkeit verlängern, werden neue Anwendungen entstehen, die die Energie- und Transportbedürfnisse der Industrie, des Handels und nicht zuletzt der Endverbraucher erfüllen werden", sagte Burns. "GM wird weiterhin in der Entwicklung solcher Anwendungen führend sein."

Sowohl Dow als auch GM gehören der Green Power Market Development Group an, einer einzigartigen Partnerschaft zwischen dem World Resources Institute (www.wri.org) und zwölf großen US-Gesellschaften, die sich dem Aufbau von gemeinsamen Märkten für "Grüne Energie" verschrieben hat. WRI lobte das Brennstoffzellen-Vorhaben von Dow und GM.

"Mit einer Brennstoffzellen-Anwendung dieses Umfangs zeigen Dow und GM aufs Neue, wie ernst es ihnen mit alternativer Energie ist", sagte Jonathan Lash, Präsident des WRI. "Diese Kooperation zwischen Dow und General Motors, zwei Partnern in der Green Power Market Development Group des WRI, zeigt jene Art von Innovation und Führungsstärke, die gebraucht wird, um nachhaltige Energiemärkte zu schaffen."

(Pressemeldung von GM)

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