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Salzburg Wohnbau, Vaillant und Salzburg AG finalisieren 1. Pilotprojekt in Österreich


Salzburg/Österreich, 4. November 2004 - Nun ist es soweit: Österreichs erste Brennstoffzelle im Wohnbau ist im Einsatz. Gemeinsam mit den Partnern Salzburg Wohnbau und Vaillant wurde das Pilotprojekt in der Stabauergasse 2 in Salzburg-Schallmoos, ein Mehrfamilienhaus mit 17 Wohneinheiten, in Betrieb genommen. Das heißt, die Bewohner werden mit einer kombinierten Strom- und Wärmeproduktion im neu errichteten Wohnhaus mittels Brennstoffzelle versorgt.

Der Einsatz der Brennstoffzelle im Wohnbau ist innovativ und könnte sich zum effizientesten Energiesystem entwickeln. „Der Salzburg AG als regionalem Infrastruktur-Dienstleister ist es wichtig, dem Kunden eine zukunftsweisende Energielösung aufzuzeigen“, betont Dr. Arno Gasteiger, Sprecher des Vorstands der Salzburg AG. Bei dem Pilotprojekt der drei Partner geht es vor allem um die technische Weiterentwicklung der komplexen Energiesysteme. „Wir bieten dafür eine hausinterne Forschungs- und Entwicklungsabteilung an“, so Mag. Roland Wernik, Geschäftsführer der Salzburg Wohnbau. „Wir gewährleisten den Salzburgern Professionalität und Kompetenz im Bereich effizienter Energiesysteme im Wohnbau“, erklärt Wernik weiter.

Für die Entwicklung und zahlreiche Innovationen im Bereich Heizung und Warmwasserbereitung sorgt die Firma Vaillant, die durch intelligente Systeme den Wohnkomfort steigen lässt. „Neben der Optimierung des Wohnkomforts ist in den letzten Jahren zusätzlich der Aspekt der Umweltverträglichkeit zum vorrangigen Unternehmensziel geworden. Mit dem Brennstoffzellenheizgerät setzen wir hier einen Meilenstein.“ argumentiert Ing. Mag. Rudolf Stelzl, Geschäftsführer von Vaillant Österreich.

Pilotprojekt Stabauergasse

In Salzburg wird die erste Brennstoffzelle Österreichs in einem Mehrfamilienhaus mit 17 Wohneinheiten und einer Gesamtfläche von 1.170m² getestet. Die drei Partner arbeiten bei diesem Projekt zusammen, um Erfahrungen beim Betrieb zu sammeln. Nun ist die Wohnanlage fertig, die Bewohner sind bereits eingezogen. Bei diesem 2-jährigen Pilotprojekt wird eine PEM (Proton Exchange Membran) Brennstoffzelle eingesetzt.

Investition in die Zukunft

„Die Salzburg AG setzt für dieses Projekt insgesamt € 500.000,- ein. Darin sind sämtliche Kosten enthalten. Derzeit ist ein wirtschaftlicher Betrieb der Brennstoffzellen-Heizgeräte noch nicht möglich, da die Herstellkosten sehr hoch sind. Ziel ist daher, mit diesem Projekt Erfahrungen über die Errichtung, Planung und wirtschaftliche Betriebsführung von Brennstoffzellen-Heizgeräten zu bekommen, Zukunftsszenarien zu entwickeln und an der Weiterentwicklung neuer Technologien zu arbeiten“, erläutert Gasteiger.

Funktionalität der Brennstoffzelle

Das Brennstoffzellen-Heizgerät ist an das Erdgasnetz angeschlossen. Zusammen mit Wasserdampf und Luft strömt das Erdgas in den Reformer und wird zu wasserstoffreichem Gas, dem Reformat, umgewandelt. Es gelangt zum Brennstoffzellen-Stapel (PEM-Zelle), wird dort befeuchtet und reagiert mit dem Luftsauerstoff: elektrische Energie und Wärme entstehen. Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom in hausüblichen Wechselstrom um.

„Mit dem Konzept der gemeinsamen dezentralen Strom- und Wärmeproduktion aus Erdgas wird die Energie dort produziert, wo sie benötigt wird: nämlich am Ort des Verbrauchers“, erklärt Stelzl. Der wesentliche Unterschied zu einem konventionellen Heizkessel besteht jedoch darin, dass der Betreiber – wie bereits heute schon bei einem handelsüblichen Mini-BHKW – mit dem Brennstoffzellen-Heizgerät (BZH) Geld verdienen kann. Man erzeugt nicht nur Wärme, sondern auch Strom und kann diesen selbst verbrauchen oder ins Netz einspeisen, d.h. verkaufen.

Ökologische Vorteile: Bis zu 50 % weniger CO2

Die Brennstoffzellen-Heizgeräte punkten im Wesentlichen aus ökologischer Sicht, da sie sich den entscheidenden Vorteil der Vorort-Energieerzeugung von Strom und Wärme zu Nutzen machen. „Mit der Brennstoffzelle kann eine Reduktion des CO2-Ausstoßes zwischen 25 und 50 Prozent erzielt werden sowie eine deutliche Senkung der Schadstoff-Emissionen. Durch die niedrigen Emissionswerte leisten Brennstoffzellen-Heizgeräte einen wichtigen Beitrag zur Umweltentlastung“, betont Gasteiger. „Und gerade im Wohnbau ist es im Sinne unserer Kunden, einen ökologischen, wirtschaftlichen und technologischen Fortschritt zu erzielen“, ergänzt Wernik. Die Brennstoffzellentechnologie in der Energieversorgung steht zurzeit noch am Beginn ihrer Einsatzmöglichkeiten. Ein breiter Durchbruch dieser Technologie ist Ende dieses Jahrzehnts zu erwarten.

Partnerschaft für die Gewährleistung einer positiven Entwicklung

Technische Verbesserungen in der Effizienz, Funktionalität und im Langzeitverhalten sind gleichermaßen erforderlich wie die Reduktion der Kosten für die Investition und für Wartung/Instandhaltung. Durch die Zusammenarbeit von Salzburg AG, Salzburg Wohnbau und Vaillant ist eine Optimierung von neuen Energietechnologien durch Forschung und wissenschaftlichen Untersuchungen gegeben. Die Realisierung von modernen Bauvorhaben mit projektbezogenem Optimum in der Energienutzung ist ein vorrangiges Ziel.

(Pressemeldung der Salzburg AG)

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