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"Waschpulver im Tank": DaimlerChrysler setzt auf Natriumhydrid


Nun hat auch DaimlerChrysler ein Fahrzeug vorgestellt, das sich die Eigenschaften von Borax zu Nutze macht. Borax ist der lateinsche Name für Natrium und ist ein chemischer Verwandter von Waschpulver.

Der vorgestellte Chrysler Minivan wird von einer Brennstoffzelle betrieben, die H2 aus dem neuen Speichermedium bezieht. Ein Unternehmenssprecher bezeichnet diese Entwicklung als Meilenstein auf dem Weg einer baldigen breiten Einführung von BZ-Fahrzeugen. Die meisten Autohersteller gingen davon aus, dass dies in frühestens zehn Jahren erfolgen könne, bedingt auch durch die ungelösten Probleme bei der Wasserstoffspeicherung. Bislang werden entweder Reformer eingesetzt, die im Fahrzeug H2 aus flüssigen Kraftstoffen extrahieren, oder der Wasserstoff wird als Gas in Hochdrucktanks gelagert. Einige setzen auch auf Flüssigwasserstofftanks, wobei der Energieträger tiefkalt gehalten werden muss, damit er sich nicht verflüchtigt. Alle Methoden stehen derzeit noch vor der Aufgabe, Kosten, Gewichtg und Grösse zu reduzieren.

Das Chrysler-System soll eine Antwort auf diese Herausforderungen anbieten. H2 wird in einem Natriumhydridpulver gespeichert, das nicht-entflammbar und nicht-toxisch ist. Durch die Zugabe von Wasser entsteht eine Lösung, die mittels eines Katalysators in Wasserstoffgas und Natrium separiert wird. Das verbleibende Natrium kann wieder zu Natriumhydrid recycelt werden. Damit das System funktioniert, sind an einer Tankstelle pro Befüllungsstation zwei Tanks erforderlich: in einem wird der frische Nachschub gehalten, ein zweiter nimmt den verbrauchten Kraftstoff auf, der bei jeder Betankung abgelassen werden muss. Der Vorteil ist, dass letzterer unendlich oft wiederverwendet werden kann. Partner von DaimlerChrysler für dieses Projekt ist Millennium Cell.

(H2-Report)

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